Emporium Hamburg, D-Hamburg

08. Mai 2019 - 10. Mai 2019

85. und 86. Münzen-, Medaillen- und Papiergeldauktion

Frühjahrsauktion von Emporium Hamburg glänzt mit Raritäten

Vom 8. bis zum 10. Mai 2019 veranstaltet die Numismatische Abteilung des Hauses Emporium Hamburg ihre 85. und 86. Münzen-, Medaillen- und Papiergeldauktion, mit einem Asiatika-Nachtrag am 10. Mai. Die Auktionen beginnen an allen vier Auktionstagen um 8.30 Uhr. Auch während dieser Auktionen besteht die Möglichkeit, im Internet live auf die Lose zu bieten und das Geschehen im Auktionssaal live zu beobachten.

In der 85. Auktion trifft der Münzfreund auf ein breites Angebot an Münzen, Medaillen und Marken von der Antike bis zur Gegenwart: insgesamt über 2.900 Lose. Dabei bietet die diesjährige Frühjahrsauktion ein breit gefächertes, qualitativ hochwertiges und sehr günstig geschätztes Angebot von der Antike bis zu den Weltmünzen sowie modernen Verprägungen bzw. Proben. Schwerpunkte liegen im Bereich der römisch-griechischen Antike, der altdeutschen Münzen sowie auf den Prägungen aus „Aller Welt“.

Los 132: Griechenland. Athen. Tetradrachme, 490-482 v.Chr. Schätzpreis: 1.500 Euro.

Los 132: Griechenland. Athen. Tetradrachme, 490-482 v.Chr. Schätzpreis: 1.500 Euro.

Die Auktion beginnt am Mittwoch wie gewohnt mit den antiken und ausländischen Münzen sowie den Medaillen (Nr. 1-1480), darunter einer interessanten Serie sizilianischer Münzen von Aitna bis Thermai (Nr. 23-96). Unter den folgenden griechischen Münzen finden sich zahlreiche makedonische Drachmen und Tetradrachmen u. a. von Alexander dem Großen (Nr. 97-111), ein seltener Stater aus Maroneia mit Pferd und Weinrebe (Nr. 115) sowie eine weit überdurchschnittlich erhaltene frühe Tetradrachme aus Athen im archaischen Stil (Nr. 132).

Die römische Zeit beginnt mit den Münzen der Republik (Nr. 231-278). Hier finden Sie neben zahlreichen günstig geschätzten Münzmeisterdenaren auch einen Denar des Marc Anton mit dem Porträt des Octavian auf der Rückseite (Nr. 277).

Los 610: Römisches Reich. Leo I., 457-474. Solidus, Thessalonike. Schätzpreis: 2.000 Euro.

Los 610: Römisches Reich. Leo I., 457-474. Solidus, Thessalonike. Schätzpreis: 2.000 Euro.

Die römische Kaiserzeit beginnt ab Los Nr. 279 mit den Prägungen der Kaiser des 1. und 2. Jahrhunderts in Gold, Silber und Bronze. Hervorzuheben sind hier ein Aureus des Titus (Nr. 319), eine hübsche Serie von Denaren des Kaisers Trajan (Nr. 337-349), sowie ein Aureus des Antoninus Pius in fast vorzüglicher Erhaltung (Nr. 374). Auch die späteren Kaiser und Mitglieder des Kaiserhauses finden sich mit zahlreichen gut erhaltenen und günstig geschätzten Aurei, Solidi, Denaren, Antoninianen und Kupfermünzen im Katalog und spiegeln die Vielfalt der römischen Numismatik in der spätantiken Zeit wider. Von besonderem Interesse sind hier der Aureus des Galerius mit dem stehenden Jupiter (Nr. 572) sowie die beiden Solidi des Honorius aus Sirmium (Nr. 600) und des Leo I. aus Thessalonike (Nr. 610), beides unzirkulierte Goldmünzen aus spätrömischer Zeit.

Los 1105: Russland. Peter I. der Große, 1689-1725. Rubel 1705 (mit Zertifikat von Schiryakov). Schätzpreis: 10.000 Euro.

Los 1105: Russland. Peter I. der Große, 1689-1725. Rubel 1705 (mit Zertifikat von Schiryakov). Schätzpreis: 10.000 Euro.

Nach den antiken Münzen beginnt mit Los 682 der attraktive Abschnitt der Weltmünzen von A wie „Alle Welt“ bis Vietnam (Nr. 1299-1331). Besonders erwähnenswert ist eine kleine Reihe indischer Münzen (Nr. 920-944), darunter zwei Mohure des Prinzenstaats Jaipur (Nr. 935f.), eine Serie Niederlande (Nr. 1023-1070) mit zahlreichen Talern, „Silbernen Reitern“ und Silberdukaten aus Holland, Overijssel, Utrecht, Westfriesland und weiteren Provinzen, sowie seltene Prägungen aus dem zaristischen Russland (Nr. 1102-1154). Peter der Große und Katharina die Große sind gleich mit mehreren seltenen Münzen vertreten, wobei hier nur auf den Rubel 1705 (Nr. 1105; inkl. Gutachten Schiryakov) und den 10 Rubel 1764 (Nr. 1120) als Appetithappen hingewiesen wird. Erstmals können wir in der diesjährigen Frühjahrsauktion eine Reihe von Silberprägungen aus Vietnam zur Versteigerung anbieten (Nr. 1299-1331). Es handelt sich dabei ausnahmslos um hochwertige silberne Gepräge aus dem 19. Jahrhundert, u. a. einem seltenen Lang aus dem Jahr 7 (=1854; Nr. 1313).

Noch vor Beginn des altdeutschen Abschnitts der 85. Auktion bietet diese Auktion unter „Thematische Medaillen“ die übliche bunte Auswahl verschiedenster Prägungen an (Nr. 1332-1480). Ob Politiker, Tiermotive oder Medaillen von Goetz – alles ist vertreten. Erwähnenswert ist jedoch eine kleine Sammlung von Schiffskantinenmarken aus dem Deutschen Reich (Nr. 1372-1432), die sicher nur selten in einer solchen Vielfalt angeboten wird.

Los 1766: Abtei Corvey. Taler 1686. Schätzpreis: 3.000 Euro.

Los 1766: Abtei Corvey. Taler 1686. Schätzpreis: 3.000 Euro.

Im Bereich der altdeutschen Münzen von 1500 bis 1800 liegt ein weiterer Schwerpunkt der Auktion 85, sowohl hinsichtlich der Bandbreite, als auch der Qualität der angebotenen Münzen (Nr. 1482-2121). Absolute Highlights sind der Auersperger Taler 1762 von Heinrich Joseph (Nr. 1482), die 3 Dukaten von Joseph I. (Habsburg; Nr. 1506), der unzirkulierte Taler 1686 aus Corvey (Nr. 1766), der seltene Reichstaler 1710 der Stadt Frankfurt a. M. (Nr. 1794) sowie die seltenen Talerteilstücke aus Hanau-Münzenberg (Nr. 1891f.) und Jülich-Berg (Nr. 1928). Die Pfalz, Kurlinie Sulzbach, liefert einen Rheingolddukaten 1778 (Nr. 2025) aus der Regierung Karl Theodors und Pommern-Stettin den Taler 1641 mit Hüftbild von Christina von Schweden (Nr. 2028).

Los 2172: Bayern. Ludwig I., 1825-1848. Goldabschlag 1831 – Gerecht und Beharrlich. Schätzpreis: 24.500 Euro.

Los 2172: Bayern. Ludwig I., 1825-1848. Goldabschlag 1831 – Gerecht und Beharrlich. Schätzpreis: 24.500 Euro.

Im weiteren Verlauf dieser Auktion kommen auch die Liebhaber der deutschen Münzen aus der Zeit von 1800 bis zum Beginn des Kaiserreichs zum Zuge (Nr. 2122-2364). Von Anhalt-Bernburg bis Württemberg gelangen zahlreiche Gold- und Silbermünzen zur Versteigerung. In einer bunten Serie bayerischer Geschichtstaler fällt der Goldabschlag eines dieser Stücke sofort ins Auge. Es handelt sich um den Geschichtstaler von 1831 – Gerecht und Beharrlich – in vorzüglicher Erhaltung (Nr. 2172). Wie in jeder Auktion bieten wir auch gegradete Münzen an. Ein Beispiel hierfür findet sich unter Waldeck-Pyrmont, Vereinsdoppeltaler 1856 A, in PCGS MS-63PL (Nr. 2351).

Los 2624: Reuß-Greiz. Heinrich XXII., 1859-1902. 20 Mark 1875 B. Schätzpreis: 48.000 Euro.

Los 2624: Reuß-Greiz. Heinrich XXII., 1859-1902. 20 Mark 1875 B. Schätzpreis: 48.000 Euro.

Gleiche Qualitäten und Seltenheiten befinden sich unter den Silbermünzen des Deutschen Kaiserreichs (Nr. 2365-2532), u. a. 3 Mark 1916F, Württemberg (Nr. 2532; J.178) auf das 25-jährige Regierungsjubiläum, ebenso wie unter den Goldmünzen dieser interessanten Periode der deutschen Geschichte (Nr. 2533-2643). Im Bereich der Goldmünzen finden sich zahlreiche Raritäten, wie Mecklenburg-Strelitz, 20 Mark 1873 (Nr. 2598; J.236), 10 Mark 1905 (Nr. 2600; J.239), Preußen, 10 Mark 1878B (Nr. 2610; J.245) oder Reuß-Greiz, 20 Mark 1875B (Nr. 2624; J.254).

Nach den Münzen der Weimarer Republik (Nr. 2644-2756), darunter fünf der gesuchten 5 Mark 1932 Goethe (Nr. 2752-2756; J.351), und den Ausgaben des Dritten Reichs (Nr. 2757-2781), folgen die Nebengebiete (Nr. 2782-2861) mit u. a. Danzig 25 Gulden 1923 (Nr. 2784) und 15 Rupien 1916 Tabora (Nr. 2854f., beide Varianten) sowie zahlreichen von NGC und PCGS bewerteten unzirkulierten Kleinmünzen aus Deutsch-Neuguinea und Deutsch-Ostafrika.

Die Münzen der Bundesrepublik (Nr. 2862-2884) sowie Proben/Verprägungen und Varia ergänzen den Katalog mit zahlreichen interessanten Prägevarianten sowie 2 ½ Tola (Handelspiaster; Nr. 2932) für die deutschen Kolonien.

Los 4488: Deutsche Auslandsbanken. Deutsch-Asiatische Bank, Peking (1907-1918). 5 Tael 1.3.1907. Schätzpreis: 9.000 Euro.

Los 4488: Deutsche Auslandsbanken. Deutsch-Asiatische Bank, Peking (1907-1918). 5 Tael 1.3.1907. Schätzpreis: 9.000 Euro.

Darauf folgen am letzten Auktionstag zu Beginn etwa 60 asiatische Objekte und wärmen auf für die direkt im Anschluß gerufene über 800 Lose umfassende große Papiergeldauktion 86. Diese vierte Auktion von Emporium Hamburg mit Banknoten und Notgeld beinhaltet zahlreiche seltene Scheine, viele günstig geschätzte Lots und liefert somit sicher für jeden Sammler eine perfekte Gelegenheit, die Sammlung zu ergänzen oder zu verbessern.
Nach etwa 90 Einzelscheinen und Lots aus „Aller Welt“ von Algerien bis zur Zentralafrikanischen Republik beginnt mit Altdeutschland / Deutschland das Kerngebiet dieser 86. Auktion. Selbstverständlich erhalten Sie die Gelegenheit, die 5 Mark 1874 (Ros.1) zu erwerben (Nr. 4092). Unter den zahlreichen Scheinen aus der Inflationszeit finden sich 10.000 Mark 1923 (Ros.83; Nr. 4113), 100 Billionen Mark 1923 (Ros.125a; Nr. 4131) sowie die seltenen Ros.135 bis 137, 20 bis 100 Billionen Mark 1924 (Nr. 4159-4163), in tadelloser Erhaltung. Zu den Raritäten dieser Auktion zählen auch der 21 Mark Gold 1923 (Ros.150a; Nr. 4169), 20 Deutsche Mark o.D. (Ersatznote G/G; Ros.246b; Nr. 4276) aus der Bundesrepublik sowie der Schein der Deutschen Auslandsbanken – Deutsch-Asiatische Bank, Peking, 5 Tael 1907 (Ros.1034; Nr. 4488). Mit Los Nr. 4515 beginnt der gehaltvolle Katalogteil mit über 200 Losen Notgeld aus ganz Deutschland. Insbesondere Schleswig-Holstein ist mit fast 50 Losnummern (Nr. 4664-4713) prominent vertreten.

Ab Mitte April sind die Druckausgaben der beiden Kataloge zur 85. und 86. Auktion verfügbar, Ihre persönlichen Exemplare können Sie telefonisch anfordern unter 040/25799-140 oder per E-Mail.

Hier finden Sie den Onlinekatalog.

Alle weiteren Informationen zur Auktion finden Sie auf der Website von Emporium Hamburg.

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