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Ausstellung in Halle zeigt Geld aus China

22. September 2016 – Ab 18. September 2016 werden im Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) 3.000 Jahre chinesische Münz- und Geldgeschichte in etwa 300 repräsentativen Zeugnissen gezeigt. Es ist die erste Ausstellung seit mehr als 20 Jahren in Deutschland, die en miniature in eine spannende und exotische Kultur eintauchen lässt. Zu sehen ist die Ausstellung bis 29. Januar 2017.

Der legendäre Philosoph Laozi (Laotse, 6. Jh. v. Chr.) auf einem Ochsen reitend. Zitat nach Ming-Münze Hongwu (gewaltige militärische Kraft) (1368-1398). Bronze, gegossen, Dm. 32 mm. Foto: Jakob Adolphi, Halle.

Der legendäre Philosoph Laozi (Laotse, 6. Jh. v. Chr.) auf einem Ochsen reitend. Zitat nach Ming-Münze Hongwu (gewaltige militärische Kraft) (1368-1398). Bronze, gegossen, Dm. 32 mm. Foto: Jakob Adolphi, Halle.

Die Spezialsammlung chinesischer Münzen und Geldzeichen des Landesmünzkabinetts Sachsen-Anhalt im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) ist die zweitgrößte in Deutschland. Zwei neue, außerordentlich bedeutende Erwerbungen bestimmen ihren Rang für die Numismatik und die Sinologie. Die Ausstellung stellt sie erstmals der Öffentlichkeit vor.
Die dem Museum im Jahr 2014 aus dem Nachlass von Prof. Dr. Joachim Krüger geschenkte Sammlung umfasst über 2.300 chinesische Münzen und Geldzeichen. Die Kollektion wurde systematisch und mit einem ausgezeichneten Sachverstand in mehr als dreißig Jahren zusammengetragen. Sie umfasst Barren, Bambusstäbchen, Teeziegelgeld, siamesische Token, vormünzliche Geldformen und natürlich Münzen sowie Amulette von den Anfängen über die Tang-, Son-, Yuan- oder Qing-Dynastie bis in die Gegenwart. Die Sammlung erfasst auch die Münzen Tibets, von Xinjiang, Manzhouguo, Hongkong, Taiwan, Macao, Annam und Singapur.

Annam, Gia Long Nien Tao, Silberbarren zu 1 Lang. Silber, 42 mm x 12 mm. Foto: Jakob Adolphi, Halle.

Annam, Gia Long Nien Tao, Silberbarren zu 1 Lang. Silber, 42 mm x 12 mm. Foto: Jakob Adolphi, Halle.

Mit der Schenkung der von Otto Beh geschnittenen Münzstempel durch Münzhändler Michael Hans Chou aus Hongkong besitzt das Museum seit diesem Jahr größte Raritäten der chinesischen Münzgeschichte, die zugleich besondere Dokumente der deutsch-chinesischen Handelsgeschichte sind. Otto Beh fertigte am Ende des 19. Jahrhunderts über 180 Münzwerkzeuge für China, 42 von ihnen sowie 36 Buchstabenpunzen sind durch glückliche Umstände erhalten geblieben.

Chinesisches Amulett in Form einer großen Münze, Symbol für den Wunsch nach Wohlstand und Reichtum, Ming-Amulett mit Münzzitat der Regierungsperiode des 10. Kaisers der Ming-Dynastie, Zhengde (wahre Tugend) (1505-1521). Rückseite mit Darstellung eines Drachens und des Phönix, oben eine verknüpfende Wunschperle. Bronze, gegossen, Dm. 107 mm. Foto: Jakob Adolphi, Halle.

Chinesisches Amulett in Form einer großen Münze, Symbol für den Wunsch nach Wohlstand und Reichtum, Ming-Amulett mit Münzzitat der Regierungsperiode des 10. Kaisers der Ming-Dynastie, Zhengde (wahre Tugend) (1505-1521). Rückseite mit Darstellung eines Drachens und des Phönix, oben eine verknüpfende Wunschperle. Bronze, gegossen, Dm. 107 mm. Foto: Jakob Adolphi, Halle.

Das erst 2011 durch eine Auktion international bekannt gewordene Konvolut löste ein Mysterium der modernen chinesischen Münzgeschichte, konnte doch damit die Herkunft seltenster Probegepräge aufgeklärt werden. Dank der Vermittlung des Hauses Künker können die seltenen Münzwerkzeuge nun öffentlich präsentiert werden. Sie demonstrieren den Aufbruch Chinas in die Moderne und sind zugleich Zeugnisse der deutschen Industriegeschichte.

Hier kommen Sie zur Webseite des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale).

Mehr Informationen zum Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt finden Sie hier.

Dies ist der Internetauftritt des Auktionshauses Künker.

Und interessante Hintergrundinformationen zur Schenkung der Stempel an das Museum lesen Sie in diesem Beitrag der MünzenWoche. 

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